Titel: Politik auf 13 qm

Wo finden die wirklich interessanten Gespräche statt? Richtig, in der Küche. Die deutsche Durchschnittsküche beträgt 13 m2. Wir wollen einen Ort schaffen, an dem sich die Zielgruppe so sicher fühlt, sich zu äußern, wie in der eigenen Küche. Zudem ist der Wert auch ein Hinweis auf soziale Unterschiede und kann zu Gesprächen anregen.

Kampagnenart

Die Kampagne Politik auf 13 m2 ist ausgelegt als:

  • Lösungskampagne zur Lösung eines gesellschaftlichen Problems.
  • Mobilisierungskampagne für die Landtagswahl 2026 sowie als
  • Partizipative Kampagne, die Akteur:innen und Zielgruppen die aktive Mitgestaltung der Kampagne ermöglicht.

Kampagnenleitung

Dr. Sarah Köhler
Referentin für Gesellschaftspolitik und Demokratieförderung

Hauptabteilung XI - Kirche und Gesellschaft
Bischöfliches Ordinariat der Diözese Rottenburg-Stuttgart
Jahnstraße 30 | 70597 Stuttgart

(0711) 9791-1211 | skoehler(at)blh.drs.de

Grundlegendes

Politik auf 13m2 hat die Studien der gemeinnützigen Organisation More in Common zur Grundlage. Sie zeigen: Ein Drittel der Gesellschaft ist sozial und gemeinschaftlich isoliert. More in Common nennen dieses Drittel das „Unsichtbare Drittel“. In der Einbindung des Unsichtbaren Drittels liegt eine zentrale Aufgabe für Politik und Zivilgesellschaft. Ein Gemeinwesen, das nur wenige wirklich beteiligt, kann langfristig nicht für sich in Anspruch nehmen, die Vielfalt der deutschen Gesellschaft angemessen zu repräsentieren. Mit der Kampagne wollen wir Menschen aus dem Unsichtbaren Drittel sichtbar machen.

Doch zunächst braucht es Kontakt und Begegnung. Demokratie ist darauf angewiesen, dass möglichst viele Bürger:innen wissen, wie man sich begegnet und wo man sich über öffentliche Angelegenheiten austauschen kann. Dieses Wissen und auch die Orte dazu fehlen oft. Dabei beginnen positive Veränderungen im öffentlichen Raum häufig mit ästhetisch schönen Umgebungen. Die mobile Installation wird von Kollektiv Plus X (https://kollektivplusx.de) gebaut. Das sind Künstler:innen, die sich seit über sieben Jahren auf urbane Interventionen zur Demokratieförderung spezialisiert haben.

Wir müssen analoge Wege finden für einen breiten gesellschaftlichen Austausch. Dies ist wichtig in Bezug auf  die anstehenden Landtagswahlen 2026 und die Zukunft der Demokratie generell.

Weitere Informationen zur Theory of Change finden Sie in der Kampagnenskizze.

Strategisches

Ziele

Die Kampagne Politik auf 13 m2 hat die politische Einbindung unterrepräsentierter gesellschaftlicher Gruppen zum Ziel. Es soll ein geschützter, offener Raum für ungezwungene Begegnung entstehen, der niedrigschwellig und genau auf die Bedürfnisse der Zielgruppe abgestimmt ist. Ziel ist die Mobilisierung der Zielgruppen zur Landtagswahl und die Beteiligung der Zielgruppe an regionalen politischen Formaten über die Wahl hinaus.

Weiteres finden Sie in der Kampagnenskizze.

Kampagnentool: Der mobile Raum

Politik auf 13 m² nutzt den Handlungsansatz eines aufsuchenden mobilen Ortes. Die partizipative Kampagne bringt so Veranstaltungsorte und Veranstaltungsformate zur Zielgruppe.

Mehr erfahren Sie hier.

Branding-Strategie

Zum Abbau von Zugangshürden in Bezug auf die Zielgruppe soll es kein Branding am Veranstaltungsort geben und auch nicht auf den Einladungswegen und Materialien. In Bezug auf das interne Kampagnenmaterial, das Akteur:innengruppen nutzen, ist ein Branding der Diözese Rottenburg-Stuttgart und der Kooperationspartner:innen und Sponsoren vorgesehen.

Einladungsstrategie: In Bezug auf das Material, das auf Veranstaltungen hinweist und dazu einlädt, werden explizit Formate und Aktionsmaterial entwickelt, das die Zielgruppe an ihren Alltags- und Begegnungsorten erreicht und anspricht. Ziel ist es, dass die Zielgruppe der Einladung zu Politik auf 13 m2 in ihrem Alltag auf möglichst vielen Wegen begegnet, um die Wahrscheinlichkeit der Teilnahme zu erhöhen.

Akteur:innen und Kooperationen

Im Rahmen der Kampagne erfolgen der Aufbau und die Arbeit mit regionalen Akteur:innengruppen, die aus diözesanen, zivilgesellschaftlichen und politischen Partnern bestehen.

Die lokalen Akteur:innengruppen finden Sie hier. Weitere Logos folgen...

Zielgruppen

Die Zielgruppe für Politik auf 13 m2 sind Menschen, die laut More in Common zum Unsichtbaren Drittel gezählt werden. Das Unsichtbare Drittel bildet 30 Prozent der deutschen Gesellschaft. Es besteht aus zwei spezifischen gesellschaftlichen Segmenten: Den Pragmatischen (16%) und den Enttäuschten (14%). Beide Bevölkerungssegmente sind überdurchschnittlich einsam und empfinden eine große Distanz zum politischen System sowie zu ihren Mitmenschen.

Weiteres finden Sie bei den Zielgruppenbeschreibungen.

Umsetzung

Der mobile soziale Raum wird jeweils mehrere Wochen bis einen Monat an sechs bis zehn unterschiedlichen Orten in Baden-Württemberg stehen und mit variierenden Formaten bespielt. Diese sind niedrigschwellig, kostenfrei und werden von der jeweils regionalspezifisch breiten Akteur:innengemeinschaft in Zusammenarbeit mit den anvisierten Zielgruppen entwickelt. Der Ort dient dabei als Ankerpunkt. Zudem wird eine Strategie entwickelt, die gesammelten Informationen für die kommunal- und landespolitische Arbeit aufzubereiten.

Alle Formate-Ideen und Akteur:innengruppen finden Sie hier.

Erfolgsmessung

Die Kampagnenplanung orientiert sich an der Wirkungspyramide von Phineo. Um die Wirkung der Kampagne Politik auf 13 m² fundiert zu evaluieren, werden messbare Indikatoren festgelegt, die sich auf direkte Begegnungen und analoge Formate konzentrieren. Sie finden diese in der Kampagnenskizze.

  • Smiley und Plus X für Kollektiv plus X
  • Logo des Schulzentrums Bietigheim Bissingen
  • Logo BDKJ
  • Logo Betriebsseelsorge
  • Logo DBG Baden-Württemberg
  • Logo BDKJ Ludwigsburg
  • Logo Bündnis Demokratie und Menschenrechte Baden-Württemberg
  • Logo BDKJ Ravensburg
  • Logo Landeszentrale Politische Bildung Baden-Württemberg
  • Logo Seelsorgeeinheit Ravensburg Mitte
  • Logo Haus der Katholischen Kirche Ravensburg
  • Logo Katholische Erwachsenbildung Ravensburg
  • Logo Tavier Ravensburg
  • Logo Katholische Erwachsenbildung Ludwigbsburg
  • Logo EH Ludwigsburg
  • Logo DGB Bodensee
  • Logo Edith-Stein Schule Ravensburg
  • Logo Carl Schäfer Schule

Wie geht's weiter: Nachnutzung und Anschlussphasen

Der Zeitraum von September bis März ist die Pilotphase zur Landtagswahl.

Es werden Erfahrungen gesammelt und verschiedene Formate ausprobiert, Menschen zu erreichen, die bisher nicht erreicht wurden.

Aber die Demokratie "retten" wir nicht mit Einmalformaten, denn es braucht den Beziehungsaufbau mit Menschen, die sich abgehängt fühlen, und eine Arbeitsweise, die nicht Angebote "für", sondern „mit" den Menschen entwickelt.

Die Kampagne Politik auf 13qm versucht, die Agora zu ersetzen und politische Mitsprache für das sog. "Unsichtbare Drittel" zu ermöglichen und deren Stimmen für die Landtagswahl sichtbar zu machen. Ziel einer geplanten Anschlussnutzung ist nicht nur, den Ort als Agora/Begegnungsort zu nutzen, sondern auch um dort Beteiligungsformate für die Anliegen der Menschen zu entwickeln. Wir wollen mit den Menschen politisch für ein besseres Leben zusammenarbeiten und eine zweite Phase wäre es, politische Beteiligungsformate(z.B in Form von Legislativen Theaterprojekten) zu entwickeln und dann auch gemeinsam politische Kampagnen in Zusammenarbeit mit der regionalen Politik durchzuführen, die die Menschen neu an Demokratie teilhaben lassen und wirklich zu Veränderungen für sie vor Ort führen können.

Gerade breite Kooperationen oder Bündnisse eigenen sich dafür.

Wo findet was statt?

Hier finden Sie alle Termine.